Weiter gehen in dein Leben

Bleib nicht einfach stehen!

Bleibst du auf dem Gehweg stehen, wenn ein großer Bus es gerade noch so geschafft hat vor dir zu bremsen? Ich nicht, du vielleicht? Wieso machen es doch so viele, jeden Tag immer wieder aufs Neue? Vielleicht, weil sie nicht wissen, dass sie dort noch immer stehen.

Der Schock der Diagnose

Hast du dich eigentlich schon mal gefragt, was genau passiert ist?

Ich meine den Moment, in dem aus einem Verdacht, aus einer Unsicherheit, die Gewissheit wurde, „ich habe Krebs“? Wie war das bei dir? Ein Moment der Stille, des Innehaltens? Oder war dein Puls weit außer dir, laut und deutlich im Raum schwingend und vibrierend. Du bereit zu laufen soweit du kannst oder zurückzuschlagen? Aber! Laufen wohin und wen schlagen?
Bei mir war es ein Moment der Stille, alles war auf einmal ganz klar. Die jahrelangen Probleme auf meiner rechten Seite, die Schmerzen 2009, die mir Probleme machten, mein Bestreben das Leben in seiner ganzen Weite zu erfassen, immer wieder aufs Neue, immer suchend und immer neugierig. Heute weiß ich nichts davon war je umsonst. Alles ist immer genau richtig.
Denn:

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Hazrat Inayat Khan

Für viele Menschen ist dieser Augenblick, der Diagnose, ein echter Schock. Und das ist nicht nur für deine Seele und deinen Verstand ein Problem, sondern genauso für deinen Körper. Alle Impulse die Menschen in einer solchen Notsituation von Natur aus haben, können nicht greifen. Wenn du z.B. auf dem Zebrastreifen in eine brenzlige Situation kommst, rennst du, so schnell es geht von der Straße. Dein Herz klopft, der Schreck lässt dich vielleicht sogar zittern und vielleicht schimpfst du eine Runde dem unachtsamen Autofahrer hinterher. Spätestens am anderen Morgen wird dir klar, alles ist gut ausgegangen und mit etwas Dankbarkeit im Herzen, schmeckt dir dein Frühstück gleich doppelt so gut.
Wenn dich unvorbereitet eine Tumordiagnose trifft, ist das so, als würdest du den Bus sehen und du kannst aber nicht rennen, weil dich etwas an der Stelle hält. Es trifft dich mit voller Wucht und der Fahrer des Wagens fährt weiter und selbst dein Schimpfen und Schreien bleibt ungehört, weil dir die Stimme im Halse stecken bleibt. Du frierst in diesem Augenblick förmlich auf deinem Weg ein.

Ein blitzgescheiter Schutzreflex

Dieses Einfrieren ist in einer ersten Phase des Schreckens sehr klug und wirksam. Eine sehr nützliche und natürliche Reizantwort die dazu führt, dass wir Menschen wenn es eng wird bestimmte Vorgänge voneinander trennen. Sehr schmerzliche Erfahrungen, werden so einfach erträglicher. So kann das Geschehen auf einer körperlichen, funktionalen Ebene abgearbeitet werden und Verstand und Seele finden erst einmal Entlastung. Leider bleibt dabei oft ein Teil auf der Straße stehen und ein kleines Kinderfahrrad kann durchaus ausreichend sein um dich wieder aufs Neue zutiefst in Angst und Schrecken zu beamen.
Je nach Art und Weise, wie wir vom Bus, unserer Diagnose getroffen werden, kann es einige Wochen dauern bis dieser Schockzustand langsam wieder auftaut. Erst dann wird für viele Betroffene die ganze Tragweite der Geschichte erfassbar und Fragen und Sorgen finden ihren konkreten Ausdruck. Dein Körper braucht Hilfe, damit er wieder gesund werden kann. Eine Operation, Medikamente, verschiedene Therapie sind dazu unabdingbar. Oft wird die eingefrorene Seele dabei übersehen. Sie steht immer noch mitten auf der Straße nicht fähig diesen Platz zu verlassen. So kann es durchaus sein, dass du in dieser Zeit Arztgespräche und Therapiepläne nicht wirklich realisierst.

Das solltest du beachten!

Daher ist es in diesen Abschnitt absolut sinnvoll, wenn du dir alles notierst, wichtige Infos stichpunktartig aufschreibst und eigene Fragen vorbereitetest. Damit behältst du einen Überblick und das Nachfragen geht leichter von der Hand. Ein kleines Notizbuch und ein Bleistift, ist für diesen Zweck ideal.
Sei dir klar dein Körper-Geist-Seele System ist perfekt auf deine Bedürfnisse abgestimmt. Reaktionen, die es in sich trägt, sind von Natur aus sehr nützlich aber nicht bewusst. Dieses Einfrieren, hilft dir zu überleben. Standhalten und äußerlich funktionieren, bei großem Schmerz und Kummer ist das häufig die einzige Möglichkeit.
Für eine gewisse Zeit ist dieses nicht hinsehen oder hinhören durchaus in Ordnung. Auf Dauer aber nicht wirklich hilfreich. Im Zusammenhang mit Krebs, ist Verdrängung und ignorieren für manche Menschen der Weg in die Gesundheit. Diese Meister der Verdrängung gibt es, sie sind selten und sollten respektiert werden.

Was kannst du tun, damit es leichter wird?

Eher ist es so, dass die Verdrängung längerfristig nicht funktioniert. Gewisse Erinnerungen wollen betrachtet werden und meine Erfahrung in Bezug auf Angst- und Panikattacken zeigt, alles drängt früher oder später wieder an die Oberfläche. Ein für mich gangbarer Weg ist das langsame und liebevolle Entfrosten der Schockreaktion.
Dazu braucht es Menschen, die guten Willens sind zuzuhören und ein offenes Herz.  Dein System, hat alle Gefühle in sich gespeichert. Hormone und Botenstoffe kommen aus dem Gleichgewicht und stören so die Kräfte die zur Immunabwehr und zur Regeneration so dringend gebraucht werden.
Dazu gibt es ein paar einfache Hilfen, die du selbst sofort umsetzen kannst.
  • Gehen und sanfte Bewegung, baut Stresshormone und damit, die Panikreaktion ab.
  • Jeden Tag ein kleines Dankbarkeitsritual, hilft der Seele die Welt positiver zu sehen.
  • Jeden Morgen eine Tätigkeit festlegen, mit der du deinen Tag angenehm beginnst.
  • Rhythmisch essen, bringt Ruhe in dein Hormonsystem.
  • Zucker weglassen, Zucker stresst dein System ungemein und er ist alles andere als ein Zuckerschlecken, besonders mit einer Krebserkrankung.
Das sind ein paar Maßnahmen, die sich wirklich lohnen. Einfach und höchst wirkungsvoll. Das bringt eine Erleichterung für deine Psyche und ist ein wichtiger Schritt damit du auf Dauer fürsorglich und wohlwollend mit dir selbst umgehst. Krebs ist immer eine Herausforderung und will beachtet werden.
Auch dein Immunsystem wird es dir danken, den diese Art von Stress läuft sehr subtil und oft nicht wahrnehmbar ab. Trotzdem können die Hormone und Botenstoffe, die in diesem Fall ausgeschüttet werden, deine Gesundheit empfindlich stören. Die Psychoneuroimmunologie ist das entsprechenden medizinische Fachgebiet dazu.
Du kannst es dir im Leben einfacher machen, indem du Körper-Geist-und Seele als gleich bedürftig betrachtest. Es geht nicht darum jeden Stein umzudrehen auf dem du, seit du lebst, gestanden hast. Es sind die neuen Wege, die du gehen kannst, wenn du deine Bedürfnisse und dein Ziel kennst. Das ist der lohnende Aspekt an dieser Arbeit und ich bin mir absolut sicher, es lohnt sich auch für dich.
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