Weshalb ich heute Frauen ganzheitlich begleite
Mein Weg durch Therapie, Ernährung und eine Krankheit, die vieles verändert hat.
Wenn mich heute jemand fragt, wie ich zur ganzheitlichen Psychotherapie, zur TCM-Ernährung und zu meiner heutigen Arbeit gekommen bin, dann kann ich darauf keine kurze Antwort geben.
Denn dieser Weg begann nicht mit einem Businessplan oder einer klaren beruflichen Vision. Er entstand über viele Jahre hinweg – durch persönliche Erfahrungen, intensive Lernprozesse und immer wieder durch die Frage, was Menschen wirklich hilft, wenn Körper und Seele aus dem Gleichgewicht geraten.
Rückblickend sehe ich, dass sich vieles schon sehr früh angedeutet hat.
Inhaltsübersicht
Die Anfänge: Meine ersten Begegnungen mit ganzheitlicher Psychotherapie
Mein Weg in die therapeutische Arbeit
Anfang der 90er Jahre begann ich, mich intensiv mit ganzheitlichen therapeutischen Ansätzen zu beschäftigen.
Damals waren Themen wie holotropes Atmen oder energetische Heilmethoden noch weit entfernt vom heutigen Mainstream. Viele Menschen konnten damit wenig anfangen, und wer sich dafür interessierte, bewegte sich eher außerhalb klassischer Denkweisen.
Doch mich haben diese Themen sofort angesprochen.
Wie viele Frauen meiner Generation begann ich zunächst aus einem sehr persönlichen Bedürfnis heraus. Ich wollte mich selbst besser verstehen und Wege finden, mit emotionalen Belastungen, innerem Druck und den Herausforderungen des Lebens bewusster umzugehen.
Schon damals faszinierte mich die Frage, warum manche Erfahrungen uns körperlich und emotional so tief prägen und weshalb reine Gespräche oft nicht ausreichen, um wirklich etwas zu verändern.
Ich spürte früh, dass Körper und Psyche untrennbar miteinander verbunden sind. Wenn ich heute so zurückblicke begann das schon in meiner Kindheit.
Viele Frauen, die zu mir kamen, litten nicht nur unter emotionalem Stress oder Ängsten. Oft zeigten sich gleichzeitig Schlafprobleme, Erschöpfung, hormonelle Beschwerden, Verdauungsprobleme oder chronische innere Unruhe.
Mit der Zeit wurde immer klarer: Körperliche und psychische Prozesse lassen sich kaum voneinander trennen.
Warum Ernährung ein wichtiger Teil meiner Arbeit wurde
2010 begann ich deshalb, mich intensiv mit Ernährung und ihren Auswirkungen auf körperisches und psychisches Wohlbefinden auseinanderzusetzen.
Auch hier war der Einstieg zunächst persönlich motiviert.
Allergien, Unverträglichkeiten und Gewichtsprobleme führten dazu, dass ich meine eigene Ernährung und Lebensweise grundlegend hinterfragte. Daraus entstand schließlich meine Ausbildung zur IHK-geprüften Fachfrau für Ernährungs- und Gewichtsmanagement.
Was mich damals besonders überrascht hat, war die enge Verbindung zwischen Ernährung, Nervensystem und emotionaler Stabilität.
In meiner Praxis wurde immer deutlicher, dass viele Beschwerden nicht isoliert betrachtet werden können. Menschen, die dauerhaft erschöpft sind oder unter Ängsten und innerer Anspannung leiden, leben häufig gleichzeitig in einem körperlichen Zustand permanenter Überforderung.
Schlaf, Verdauung, Energie, Stimmung und Stressregulation beeinflussen sich gegenseitig stärker, als uns oft bewusst ist.
Diese Erkenntnisse haben meine therapeutische Arbeit nachhaltig immer wieder auf neue Beine gestellt.
Die Krebsdiagnose, die mein Leben verändert hat
2014 kam dann ein Einschnitt, der vieles noch einmal neu eingeordnet hat.
Bei mir wurde ein Nierentumor diagnostiziert. Der Tumor wog 2500 Gramm und machte eine sofortige Operation notwendig. Innerhalb kurzer Zeit verlor ich meine rechte Niere einschließlich Nebenniere.
Eine solche Diagnose verändert das eigene Leben tiefgreifend.
Plötzlich wird vieles still. Prioritäten verschieben sich. Dinge, die vorher wichtig erschienen, verlieren an Bedeutung, während andere Fragen in den Vordergrund treten:
- Wie möchte ich leben?
- Was stärkt mich wirklich?
- Was braucht mein Körper langfristig?
Ich erinnere mich noch sehr genau an meine Frage an die behandelnden Ärzte: „Was kann ich tun, um meine verbleibende Niere bestmöglich zu unterstützen und gesund zu bleiben?“
Die Antwort war ernüchternd: „Machen Sie einfach weiter wie bisher.“
Aber genau das wollte ich nicht.
Ich wollte verstehen, was Gesundheit stärkt und wie ich meinen Körper sinnvoll unterstützen kann – nicht kurzfristig, sondern langfristig und nachhaltig.
Wie ich zur Integrativen TCM-Ernährung gefunden habe
Auf dieser Suche begegnete mir die Integrative TCM-Ernährung.
Zunächst absolvierte ich eine fundierte Ausbildung bei der SMS – Gesellschaft für Chinesische Medizin in München. Danach vertiefte ich mein Wissen durch weitere praxisnahe Fortbildungen, unter anderem bei Ruth Rieckmann und Dr. Claudia Nichterl.
Was mich an der TCM bis heute begeistert, ist ihre Sicht auf den Menschen als Ganzes.
Es geht nicht nur um einzelne Symptome oder Laborwerte. Es geht darum zu verstehen, welche Faktoren einen Menschen stärken oder schwächen – körperlich, emotional und energetisch.
Gerade nach meiner Erkrankung war diese Sichtweise für mich sehr wertvoll.
Ich begann bewusster darauf zu achten, was mir Kraft gibt, was mich erschöpft und welche Rolle Lebensrhythmus, Ernährung, Stress und emotionale Belastungen tatsächlich spielen.
Was diese Erfahrungen persönlich mit mir gemacht haben
Eine schwere Erkrankung hinterlässt Spuren.
Sie verändert den Blick auf das Leben und oft auch auf sich selbst.
Viele Menschen wirken nach außen schnell wieder „gesund“, während innerlich noch lange Prozesse stattfinden. Auch ich musste lernen, mit Verletzlichkeit anders umzugehen und meine eigenen Grenzen ernster zu nehmen.
In dieser Zeit entstand ein Satz, der mich bis heute begleitet:
„Ich stehe nicht mehr zur Verfügung für die Dinge, die mich schwächen und mein Leben nicht bereichern.“
Dieser Satz erinnert mich immer wieder daran, bewusster mit meiner Energie umzugehen und mich nicht dauerhaft über meine eigenen Bedürfnisse hinwegzusetzen.
Natürlich gelingt das nicht immer perfekt. Aber er hilft mir dabei, Entscheidungen klarer zu treffen und achtsamer mit mir selbst zu sein.
Wir alle sind entbehrlich haben wir das erst einmal verstanden, verändert sich alles.
Martina Kahlert
Warum ich heute über diesen Weg spreche
Lange Zeit habe ich diesen Teil meiner Geschichte nur selten erzählt.
Vielleicht weil persönliche Krisen oft etwas sehr Intimes sind. Vielleicht, weil ich, wie viele andere Menschen auch gelernt habe, lieber die “funktionierende Version” von mir zu zeigen.
Heute sehe ich darin keinen Widerspruch mehr.
Meine Erfahrungen in dieser Beziehung machen mich nicht „besser“ als andere. Aber sie haben meine Haltung geprägt und meinen Blick auf Gesundheit und therapeutische Begleitung verändert.
Heute arbeite ich mit einem großen Respekt dafür, wie eng Körper, Nervensystem, Emotionen und Lebensgeschichte miteinander verbunden sind.
Und genau deshalb begleite ich Frauen ganzheitlich, mit therapeutischem Wissen, körperorientierten Methoden und einer Ernährung, die den Menschen stärken statt zusätzlich unter Druck setzen soll.
Warum ich diesen Weg heute wieder gehen würde
Wenn ich heute zurückblicke, würde ich mich wieder für diesen Weg entscheiden.
Nicht weil er immer leicht war, sondern weil er mir gezeigt hat, wie wichtig ein ganzheitlicher Blick auf unsere Gesundheit ist.
Viele Frauen funktionieren über lange Zeit, obwohl ihr Körper längst Signale sendet. Erschöpfung, Schlafprobleme, innere Unruhe oder hormonelle Beschwerden werden oft erst ernst genommen, wenn gar nichts mehr geht.
Ich wünsche mir, dass wir früher beginnen hinzuhören.
Dass Gesundheit nicht nur bedeutet, Symptome zu unterdrücken, sondern den Menschen in seiner Gesamtheit wahrzunehmen.
Und genau dafür gehe ich heute los, mit viel persönlicher Erfahrung, fachlichem Wissen und einer tiefen Überzeugung, dass nachhaltige Veränderung dort entsteht, wo Menschen wieder lernen, mit ihrem Körper zusammenzuarbeiten, statt dauerhaft gegen ihn anzukämpfen.
Zurück zur eigenen Kraft
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Vielleicht hast auch du viele Jahre getragen, organisiert und durchgehalten ohne wirklich wahrzunehmen, wie viel Kraft dich das gekostet hat. Ich weiß aus eigener Erfahrung:
Krisen verändern alles. Aber sie definieren nicht, wer du bist. Es ist Zeit, die Verbindung zu dir selbst wieder aufzubauen.
Weitere Infos findest du hier:
Es ist einfacher als du glaubst, und tiefgreifender als du denkst!
Martina
