Vitamin D3 - Braucht man das?

Inhaltsübersicht:

Vitamin D3, was ist das?

Vitamin D gehört zu einer Reihe leicht unterschiedlicher Stoffe, Vitamin D3 kannst du in tierischen Lebensmittel, wie Hering, Lachs oder im für viele noch bekannten Lebertran, in relativ hohen Dosen finden und in kleinen Mengen auch in Milchprodukten.

Das Vitamin D2 kommt in Avocado und in Champignons in geringen Mengen vor. Wie wichtig Vitamin D für den Menschen ist, wurde in den 1920er – 30er Jahren entdeckt. Die Mangelkrankheit Rachitis war bei Kindern ein großes Problem.

Fast zeitgleich kamen zwei Wege zur Heilung ans Licht. Einmal über die Gabe von Lebertran und der andere Weg, indem Kinder mit künstlich erzeugten UV Licht bestrahlt wurden. Dabei ist die UVB Strahlung die wirksame Komponente. Moderne Solarien und auch Sonnenschutzmittel blocken diese allerdings ab. Ein ausreichender Vitamin D – Spiegel ist unbedingt notwendig für unsere Gesundheit.

Modernes Wissen

Heute ist Stand der Forschung, dass Vitamin D ein fettlösliches Vitamin ist, dass aufgrund seiner Zugehörigkeit zu den Secosteroiden (Steroide brauchen Lebewesen für die Herstellung von Vitaminen und Hormonen, Seco – ist eine Vorstufe) und der Fähigkeit durch den Körper selbst hergestellt zu werden, auch als Vorstufenhormon bezeichnet wird. Auch ist mittlerweile bekannt, dass Vitamin D auch an der Steuerung und Bildung von Insulin, Schilddrüsenhormonen,  Sexualhormonen und Parathormon beteiligt ist. *1 Vitamin D hat Einfluss auf unsere gute Laune und die mentale Leistungsfähigkeit.

Wichtig ist für dich, wenn du es einnehmen möchtest: Vitamin D ist wie die Vitamine A, E, K fettlöslich und daher ist es gut, es zu einer Mahlzeit einzunehmen. Eine kleine Merkhilfe für fettlösliche Vitamine: ED(e)KA.

Zwei Frauen sitzen lesend in der Sonne

Wo bekommen wir es sonst noch her?​

Der Körper bildet Vitamin D selbst, am einfachsten und effektivsten über Sonnenstrahlen, die auf deine Haut treffen. Dafür solltest du in der Mittagszeit im Sommer der Sonne möglichst viel Haut zeigen und das ohne Sonnenschutzmittel. Das widerspricht sicher allem, was du in den letzten Jahren über Prävention und dem Thema Hautkrebs gelesen hast? Ja ich habe auch gestaunt, als ich mich vor einiger Zeit mit Vitamin D beschäftigt habe. Vielleicht ist hier ja auch ein großes Problem verborgen. Sonnencreme, Schattenbräunen und möglichst wenig in der Mittagshitze draußen sein, verhindern eine ausreichende Bildung von Vitamin D über die Haut.

Ganz abgesehen davon, dass dieser Weg nur in der Zeit von Ende März bis Mitte Oktober überhaupt Sinn macht. Da in der restlichen Jahreszeit zumindest in unseren Gefilden die Sonne zu wenig Strahlkraft im Bereich der für die Vitamin D *2 benötigten UVB Strahlung hat.
Daher lohnt es sich sehr in dieser Jahreszeit zwischen März und Oktober, langsam und mit Achtsamkeit ansteigend täglich etwas Zeit in der Sonne zu verbringen. Je nach Hauttyp kann die Zeit variieren, schon 10 Minuten täglich helfen, deinen Körper Vitamin D zu bilden.

Weshalb kann es zu wenig sein?​

Bist du viel drinnen, musst du deine Haut besonders vor Sonnenbrand schützen, kein Fan von Lebertran und hast vielleicht eine belastete Leber und oder Nierenprobleme? Dann könnte es sein, dass deine Vitamin D Werte, wie bei so vielen Menschen im Keller sind. Denn der Vitamin D Stoffwechsel und die ausreichende Bildung von Vitamin D, wird durch diese Faktoren beeinflusst. Das ist für mich ein Grund, den Vitamin D Spiegel von Zeit zu Zeit messen zu lassen. Entzündungen, Krebserkrankungen, Übergewicht, Diabetes, Erschöpfung, sind nur ein paar Themen, bei denen es sich lohnt, an den Vitamin D Spiegel zu denken.

Für was benötigen wir Menschen es?

Die strengen Richtlinien der EU zur Festlegung zulässiger gesundheitsbezogener Angaben über Lebensmittel, sind meistens nicht sehr ergiebig, was die Aussagen über die Wirksamkeit von Substanzen angeht. Bei Vitamin D habe ich eine ganze Reihe als offiziell zulässig gefunden. Dazu gehört:
Vitamin D trägt zu einer normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor, zu einem normalen Calciumspiegel und zur Erhaltung normaler Knochen bei – wichtig für deine Knochenstabilität und vorbeugend gegen Osteoporose.
Vitamin D trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei, hilft der Erhaltung deiner Zähne, stärkt dein Immunsystem. Hier ist es die wichtige Differenzierung und Reifung von Abwehrzellen, das benötigen wir besonders in und nach Krisenzeiten. Damit unser Körper alles zur Verfügung hat, was für einen Neustart notwendig ist. 

Was sonst noch wichtig ist.​

Weitere Informationen rund um Vitamin D konnte ich im Laufe meiner Fortbildungen und im Austausch mit Kollegen sammeln.
Eine davon ist die Wichtigkeit für unser Hormonsystem, ohne Basis ist es für unseren Körper schwer alle Aufgaben gut zu meistern. Ich finde, wir sollten es uns Wert sein, hier genauer hinzusehen. Stress und Erschöpfung führen zu einer ganzen Reihe hormoneller Probleme, die als Schmerzsymptomatik, Müdigkeit und Stimmungstief, bis hin zu Panikattacken maskiert in deinem Leben auftauchen können. Der Einfluss von Vitamin D auf das Nerven- uns Muskelsystem spielt hier eine Rolle.

Das Schmerzthema, auch Fibromyalgie, kenne ich aus persönlicher Erfahrung, Ängste und Panikattacken und Stimmungstiefs aus meiner Praxisarbeit. Es lohnt sich sehr, wenn du dir hier die Werte bestimmen lässt. Ich lasse das bei meiner Nachsorge machen aber es gibt mittlerweile sogar einen Test für zu Hause, allerdings musst du den selbst bezahlen, bei Problemen würde ich immer den Weg über deine Arztpraxis gehen.

Prävention auch für mich persönlich wichtig

Vitamin D ist in der Prävention nach Krebs für mich persönlich sehr wichtig. Diesen Wert habe ich immer im Blick.

Verschiedene Studien sprechen sehr für einen möglichst hohen Vitamin D Spiegel während und auch präventiv nach einer Krebsbehandlung. Vitamin D soll vermutlich auch das Risiko senken an Krebs zu erkranken. Durch den Einfluss auf die Zellteilung beziehungsweise auf das Entstehen kranker Zellen. Vitamin D sorgt laut diesen Beobachtungen dafür, dass kranke Zellen schneller vom Abwehrsystem erkannt werden oder erst gar nicht wachsen können. Vitamin D hat laut verschiedener Studien keinen Einfluss auf die Wirksamkeit der Medikamente während einer Tumorbehandlung *3, dennoch solltest du so eine Maßnahme immer mit deinen Ärzten absprechen.

Das gilt natürlich auch, für die Prävention allgemeiner Art. Vitamin D wird auch in Kombination mit Vitamin K2 angeboten, da Vitamin K2 laut verschiedener Studien, die Wirkung für unsere starken Knochen positiv unterstützt. Bei einem festgestellten Mangel habe ich die Empfehlung meines Arztes befolgt. Erst aktiv und schnell die Speicher auffüllen und dann kontinuierlich mit einer täglichen oder wöchentlichen Einnahme den Spiegel erhalten. Dies mache ich auch über die Sommermonate, da ich nicht viel Sonne vertrage und ich anscheinend aufgrund meiner Vorgeschichte wenig Vitamin D umwandeln kann.

Empfohlene Basisversorgung​

Der Referenzwert bei Vitamin D liegt zwischen 40 und 60 µg/l.
Als Einheit, kannst du auch ng/l finden, die Werte bleiben gleich.

Absoluter Mangel: <20 µg/l <
Relativer Mangel: 20 – 30 µg/l
Ausreichend: 30 – 40 µg/l
Optimal: 40 – 60 µg/l Toxisch: >150 µg/l

Ich kenne Ärzte, die einen Wert von etwa 80 µg/l anstreben. In südlichen Ländern ist ein Vitamin D Spiegel bis zu 100 µg/l möglich. Während einer laufenden Krebstherapie ist es immer wichtig, mit einem Arzt oder Onkologen zusammen zu arbeiten, der sich mit der Supplementierung von so wichtigen Substanzen wie Vitamin D auskennt. Leider herrscht hier oft noch viel Unsicherheit und dabei kann so viel Gutes für die Patienten erreicht werden.

Überdosierung –was dann?

Eine Überdosierung lässt sich einfach vermeiden, indem du deinen Vitamin D Spiegel messen lässt. Dazu kommt, dass Vitamin D mit einer empfohlenen Tagesdosis von bis 2000 i.E (internationale Einheiten) täglich, als gefahrlos gilt. Erst ab einer täglichen Einnahme von 40.000 i.E. täglich über mehrere Wochen, summiert sich der Vitamin D Spiegel auf ein entsprechendes Maß. Da ich niemanden so hohe Dosen in Eigenregie empfehlen würde und das auch nur in Ausnahmesituationen unter ärztlicher Aufsicht Sinn macht, appelliere ich wie so oft an den gesunden Menschenverstand. Hier übereifrig die Eigenverantwortlichkeit und die Kompetenz von Menschen, anzuzweifeln und Verbote zu erlassen, wie es im Augenblick von Politikern eingefordert wird, finde ich unnötig und eher kontraproduktiv. Wir sollten doch selbst für uns entscheiden, was wir für uns richtig halten und an welcher Stelle wir für unsere Gesundheit sorgen wollen.

Dazu gehört natürlich ein gesunder Lebensstil, mit passender Ernährung und Bewegung an der frischen Luft. Sozusagen ein Gesamtkonzept. Den Vitamin D alleine in hochdosierter Form macht uns nicht insgesamt gesünder. Ich finde es überflüssig, Menschen jegliches Bewusstsein für ihre Bedürfnisse und den Wunsch nach eigenständigen Denken und Handeln abzusprechen. Besonders in Zeiten, in denen der normale Hausarzt maximal neun Minuten Zeit für ein Behandlungsgespräch hat, ist ohne Eigenverantwortung und gesundheitlicher Bildung ein gesundes Sein nicht so ohne weiteres möglich. 

Du willst mehr für dich selbst und dein Wohlbefinden tun?

Mit Kursen und Einzelcoaching unterstütze ich dich sehr gerne. Mein Programm: „Der Heilsame Raum“ unterstützt dich auf hervorragende Weise bei deinem Weg zu Gesundheit und Lebensfreude, mehr dazu erfährst du hier: 

Es ist einfacher als du glaubst, und tiefgreifender als du denkst!

Martina
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